
Sprache fügt sich nicht funktionaler Differenzierung. Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Recht und Medien inkludieren Personen zwar nach ihren eigenen Logiken: abhängig von Macht, Geld, Zitationen, Adressierbarkeit oder Rechtsfähigkeit. (vgl. Luhmann 1995 (1994); Nassehi 1999 (1997); Stichweh 2005 (1988)) Quer zu allem besteht aber immer auch eine eigenwillig dysfunktionale Abhängigkeit der Inklusion vom zugeschriebenen Geschlecht. Frauen werden schlechter bezahlt, verfügen über weniger Macht, werden in der Wissenschaft weniger häufig zitiert (in Folge von familienunfreundlichen Karriepfaden sowie männlich dominierten Zitationszirkeln und Lehrstuhlbesetzungen in der Wissenschaft), (vgl. Teich, Kim u. a. 2022) bleiben in massenmedialen Texten und Sendungen regelmäßig unangesprochen und galten auch in Deutschland lange Zeit nicht im gleichen Umfang als rechtsfähig. An vielen Stellen hat die Sprache sie schlicht nicht vorgesehen, was noch immer ihre Exklusion, die in der Vergangenheit systematisch Bestand, bis ins Hier und Jetzt verlängert und widerspiegelt. (vgl. Müller-Spitzer 2022)






